Eine umfassende vierjährige systematische Videoanalyse, die Verletzungsmuster und Präventionsstrategien im Beachsoccer aufdeckt.
Beachsoccer ist ein weltweit schnell wachsender Sport. Sein Verletzungsprofil unterscheidet sich jedoch erheblich vom traditionellen Fußball. Das Spiel auf sandigem Untergrund erzeugt besondere Verletzungsmechanismen, insbesondere an Sprunggelenk und Knie.
Eine umfassende Studie von Prof. Dr. Bayraktar und Kollegen umfasst die systematische Videoanalyse von 580 Spielverletzungen über vier aufeinanderfolgende Jahre. Diese Forschung liefert eine detaillierte epidemiologische Karte der Verletzungsmuster im Beachsoccer.
Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die am häufigsten verletzten Bereiche die unteren Extremitäten sind, insbesondere Sprunggelenk und Knie. Das Barfußspielen auf Sand erzeugt einzigartige Verletzungsmechanismen an Fuß und Sprunggelenk.
Die Verhältnisse von Kontakt- und Nicht-Kontakt-Verletzungen zeigen eine andere Verteilung als beim Hallen- und Rasenfußball. Während die schockabsorbierenden Eigenschaften des Sandes einige Verletzungsarten reduzieren können, schafft der instabile Untergrund andere Verletzungsrisiken.
Diese Forschungsergebnisse liefern die wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung beachsoccerspezifischer Verletzungspräventionsprogramme. Die Bedeutung von propriozeptivem Training, Kräftigungsprogrammen für die unteren Extremitäten und angemessenen Aufwärmprotokollen wird betont.
Die Veröffentlichung im British Journal of Sports Medicine etabliert diese Forschung als wichtige Referenzquelle in der Verletzungsepidemiologie des Beachsoccers.